Kupferpreis: Ein zukunftsträchtiger Motor in Industrie und Börse

Dabei sind Kupfer und Phosphor viel seltener als Öl, und diese Elemente sind neben anderen Buntmetallen und Halbmetallen für das langfristige Überleben der Menschheit auf Dauer von .

Und noch eine weitere Eigenschaft macht Kupfer so zukunftsfähig: Die Anzahl der Hausbaubeginne erreichte zuletzt das höchste Niveau seit Rendezvous mit Harry Montag um Kupferkabel verkaufen — am besten wie?

Alles Gute für die Welt

Dabei sind Kupfer und Phosphor viel seltener als Öl, und diese Elemente sind neben anderen Buntmetallen und Halbmetallen für das langfristige Überleben der Menschheit auf Dauer von .

Um diese zu beantworten, müssen wir die derzeitigen Treiber der Nachfrage und des Angebots genauer unter die Lupe nehmen.

Wir illustrieren dies am Beispiel von Kupfer, für welches es die längsten und qualitativ besten Datenreihen gibt. Grafik 2 zeigt den zugrunde liegenden Trend im Verhältnis zwischen der Kupfernachfrage und der Bevölkerung. Diese Muster sind einfach zu erklären: Der Aufbau einer industriellen Volkswirtschaft ist sehr rohstoffintensiv.

Urbanisierung geht einher mit dem Schrumpfen der relativen Wichtigkeit der Landwirtschaft. Die phänomenalen Wachstumsraten asiatischer Metropolen können hier als Beispiel dienen. Die Bevölkerung Tokios wuchs von 8,7 Mio. Menschen auf 18,9 Mio. Menschen auf 5,4 Mio. Reift eine Volkswirtschaft, so verlagert sich ihr Schwerpunkt allmählich vom sekundären Sektor hin zum tertiären Sektor Dienstleistungen. Da es sich dabei um den rohstoffintensivsten Sektor handelt, ging auch die relative Bedeutung der Rohstoffe innerhalb der Volkswirtschaft zurück.

Dies heisst nicht zwingend, dass die Rohstoffnachfrage zu sinken beginnt. Es bedeutet nur, dass in einer Volkswirtschaft, in welcher der Dienstleistungssektor den Hauptanteil der Wertschöpfung darstellt, die Produktion einer BIP-Einheit weniger Rohstoffe benötigt als in einer Volkswirtschaft, deren Hauptpfeiler das verarbeitende Gewerbe ist.

Generell kann gesagt werden, dass die Einkommenselastizität der Nachfrage nach Industriemetallen in einer Anfangsphase mit steigendem Einkommen zunimmt, bei einem gewissen Einkommen ihr Maximum erreicht und darüber hinaus wieder zurückgeht. Für Kupfer rechnen wir mit einem Anstieg des Konsums von derzeit geschätzten 18,7 Mio.

Tonnen pro Jahr weltweit auf 28 Mio. Tonnen im Jahr durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von ca. Der steile Anstieg von Metallverbrauch und -preisen hat Bedenken hinsichtlich der langfristigen Verfügbarkeit aufgeworfen. Wie Öl sind jedoch auch die in der Erdkruste eingeschlossenen Metalle erschöpflich, sodass sich die berechtigte Frage stellt, ob die aktuellen Förderraten nachhaltig sind oder nicht. Hinsichtlich Gewinnung, Produktion und Verbrauch besteht zwischen Metallen und fossilen Brennstoffen ein grundlegender Unterschied: Metalle können aufbereitet und rezykliert werden.

Bei Kupfer beträgt der Rezyklierungsanteil an der weltweiten Produktion derzeit ca. Die langfristige Verfügbarkeit eines Metalls wird herkömmlicherweise als Kombination aus den Reserven Anteil der Rohstoffvorräte, welche erfasst und quantifiziert sind und der Ressourcenbasis unentdeckte oder unter dem derzeitigen Preisniveau noch unrentable Vorkommen dargestellt.

Zwar erscheint die Reichweite der Basismetalle mit Blick auf die derzeit verfügbaren Reserven als kritisch. Doch dieses Bild ändert sich, wenn man die Ressourcenbasis betrachtet. Die Ressourcenbasis wird auf 3,7 Mrd. Tonnen angesetzt über 3 Mrd. Tonnen Landressourcen und Mio. Angesichts der Tatsache, dass Kupfer zu je 33 Gramm pro Tonne Feldgestein in der Erdkruste auftritt, könnten die tatsächlichen Ressourcen um ein Vielfaches höher sein.

Mit einer Primärproduktion von ca. Das Vergessen der Ressourcenbasis führt hier aber zu einer ähnlichen Fehlprognose wie die des Club of Rome , welcher in seinem damaligen Bericht die Erschöpfung der Kupferreserven auf ansetzte. Das wären gut 2,5 Milliarden mehr als im Moment. Der Rohstoffexperte rechnet grob vor: Wenn sich, wie in der Region typisch, vier Menschen eine Wohnung teilen, müssten bis also Millionen neue Wohnungen gebaut werden.

Die Kupfernachfrage würde allein dadurch zusätzlich auf 26,3 Millionen Tonnen ansteigen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die weltweite Kupferproduktion nur um durchschnittlich Die Kupferindustrie bräuchte demnach wenigstens 57 Jahre, um die zusätzliche Nachfrage aufzufangen. Bedenken, die Rechnung sei wegen des abgeschwächten Baubooms — etwa in China — zu optimistisch, teilt Hitzfeld nicht: Gold und Silber etwa würden Strom zwar ebenso gut wie Kupfer leiten, seien aber zu teuer.

Mit Kupfer passiert das nicht. Das sind Eigenschaften, die das Industriemetall auch in anderen Bereichen unentbehrlich machen: Oder wenn es darum geht, ein stabiles und flächendeckendes Strom- und Mobilfunknetz aufzubauen.

Im September stiegen allein die Investitionen im Eisenbahnsektor um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Investoren werten das als Indiz für ein wieder anziehendes Wirtschaftswachstum im Riesenreich. Selbst aus den USA kommen positive Signale: Die Anzahl der Hausbaubeginne erreichte zuletzt das höchste Niveau seit All das könnte die Kupfernachfrage nach oben treiben, so Currie. Auf der anderen Seite hapert es gewaltig.

Das Angebot hinkt der Kupfernachfrage schon seit Längerem hinterher. Gleichzeitig mangelt es den dortigen Minenbetreibern oft an Wasser, Energie und qualifizierten Arbeitskräften. Auf längere Sicht wird das Angebotsdefizit nicht so schnell verschwinden: Allerdings liegen die Produktionskosten schon bei knapp 13 Dollar je Tonne. Sollte der Kupferpreis erst einmal wieder über 10 Dollar klettern, sind schnell auch wieder Preise bis 14 Dollar drin.

Bis dahin kann es zwar immer mal wieder den einen oder anderen Kursrücksetzer geben. Kupferproduzenten bemerken schon jetzt einen Trendwechsel.

Das könnte sich in einem höheren Gewinn und steigenden Kursen widerspiegeln. Mutige Anleger sollten sich also ruhig auch ein paar aussichtsreiche Minenwerte ins Depot legen — oder auf einen Kupferminen-Index setzen siehe unten. Wer direkt an der Preisentwicklung von Kupfer partizipieren will, findet mit ETFs und Zertifikaten zahlreiche Anlagemöglichkeiten — vom physischen Investment bis hin zum Kupferinvestment mit Rabatt siehe unten.

Für langfristig und kurzfristig orientierte Anleger. Eine Alternative sind Indexzertifikate. Auch hier setzen Käufer eins zu eins auf die Preisentwicklung von Kupfer. Allerdings sind in aller Regel die für Rohstoffgeschäfte typischen Future-Preise ausschlaggebend. Endet ein solcher zeitlich begrenzter Terminkontrakt, wird in einen neuen umgeschichtet gerollt.

Ist dieser billiger, entstehen zusätzlich Roll-Gewinne. Eine solche Situation wird auch als Backwardation bezeichnet. Im anderen Fall, dem sogenannten Contango, wären die neuen Terminkontrakte teurer. Dann sind Roll-Verluste möglich. Wer kurzfristig eine Seitwärtsbewegung oder sogar eine leichte Korrektur des Kupferpreises erwartet, für den dürfte ein Discountzertifikat erste Wahl sein.

Damit gibt es das Industriemetall mit Rabatt Discount — Anleger zahlen also nicht den vollen, sondern einen niedrigeren Kupferpreis.

Sollte der Kupferpreis sinken, sind dennoch Gewinne möglich — zumindest solange der Preisrückgang nicht höher ausfällt als der Discount.