Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen


Im Kreisgebiet gibt es Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt rund aktiven Einsatzkräften. Bis ungefähr wird von einem leichten Bevölkerungswachstum auf etwa Südlich von Nürnberg gelegen, bildet die ländlich geprägte Region die Grenze zwischen den Kulturräumen Franken , Schwaben und Altbayern. Seitdem besteht kein Wassermangel mehr.

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Seit steigen die Einwohnerzahlen wieder. Zwischen und stieg die Einwohnerzahl um jährlich rund Sie lagen bei Das hängt mit dem Wegzug qualifizierter Personen zusammen, die aufgrund fehlender Hochschulstandorte und hochqualifizierter Arbeitsplätze in der näheren Umgebung keine Perspektive sehen.

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung prognostizierte für das Jahr einen Stand von Das waren jeweils die damals höchsten prognostizierten Bevölkerungsrückgange Mittelfrankens, lag jedoch weit unter den Rückgängen in den ländlichen Regionen der Oberpfalz, Unter- und Oberfrankens.

Ende prognostizierte das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung erstmals seit Jahren keinen mittelfristigen Rückgang, sondern eine Stagnation der Bevölkerungszahl der Region mit etwa Bis ungefähr wird von einem leichten Bevölkerungswachstum auf etwa Dies ist vor allem durch die Flüchtlingszuwanderung , Binnenmigration sowie der innereuropäischen Migration nach Bayern zurückzuführen.

Den Höchstwert von mit rund Unter ihnen sind Ellingen mit seinen barocken Bauten und Pappenheim mit seiner planvollen, mittelalterlichen Stadtanlage erwähnenswert. Auffällig ist die recht hohe Zahl — etwa ein Drittel der Orte — von Einöden mit meist nur einem Wohngebäude. Zu den abgegangenen Orten zählen etwa Leonhardsruh nahe Gunzenhausen, ein Beispiel für einen Ort, der durch städtische Überbauung verschwand, und die Öfeleinsmühle , exemplarisch für über ein Dutzend Einöden, die im Flutungsbereich der Stauseen des Fränkischen Seenlands abgerissen wurden.

Andere Orte wie Furthmühle und Langweidmühle wurden nach der Flutung an neuer Stelle wiedererrichtet. Die Siedlungstypen der Dörfer sind uneinheitlich. Andere sind Haufendörfer , Emetzheim ist ein Beispiel für ein Ringdorf. Viele Orte entstanden um einen Anger wie Ettenstatt und Meinheim. Während manche Orte Namen haben, die es nur einmal gibt, sind wiederum andere Ortsnamen innerhalb Deutschlands und international häufig. Später wurden noch weitere Orte gegründet, so sind Haardt und Neudorf um entstandene Rodungssiedlungen , während Rothenstein sich erst im Jahrhundert entwickelte, Schleifer am Berg erst um Seine Garnison diente der Sicherung des nördlich der Donau eroberten Gebietes, das kurz zuvor der Provinz Raetien einverleibt worden war.

Biriciana wurde zur römischen Kleinstadt, in der um vielleicht 5. Aus frühmerowingischer Zeit stammt das Gräberfeld von Westheim , [76] das in die Zeit kurz nach dem Sieg der Franken über die Alamannen und damit in das frühe 6. Das Christentum , bereits Ende des 5. Jahrhunderts vom fränkischen König angenommen, breitete sich zunächst ab dem 6. Jahrhundert durch irische Mönche aus. Ihnen folgten Mitte des 8. Jahrhunderts angelsächsische, mitunter heiliggesprochene Missionare, auf die eine Reihe von Klostergründungen zurückgeht.

So entstanden Klöster mit ihren Grundherrschaften , wie Heidenheim , Solnhofen oder Gunzenhausen vor Es entstand zu dieser Zeit vielerorts der erste Ortsadel, der oftmals bald wieder erlosch. Die Mühen lohnten sich für die Händler im täglichen Geschäft offensichtlich nicht. Die Gemeinden gehörten im Hochmittelalter zu verschiedenen kirchlichen und weltlichen Herrschaften.

Die Herrscher und ansässige Adelsfamilien prägten das Gebiet über viele Jahrhunderte mit ihren Burgen und Schlössern, von denen noch einige vollständig, andere als Ruine erhalten sind. Durch geschickte Erwerbungspolitik bauten die Hohenzollern das Herrschaftsgebiet der Burggrafschaft Nürnberg aus; aus ihrem Territorium ging in der Folgezeit das hohenzollernsche Markgraftum Brandenburg-Ansbach hervor.

Doch erst von datiert die erste Nennung von cives. Als cives wurden die Bewohner der Stadt bezeichnet, die aufgrund städtischen Besitzes Wahl- und Versammlungsrechte hatten; wenn in den Quellen consules erscheinen, gilt das als sicheres Anzeichen für das etablierte Recht der Gemeinde, sich zur Beratung der eigenen Angelegenheiten und zur Rechtsfindung zu versammeln und ein Gremium zu bilden consulatum tenere. Ein Jahrzehnt lang war die Reichsunmittelbarkeit durch diese Katastrophe bedroht, denn standen 3.

Ellingen, aus einer Spitalstiftung hervorgegangen, entwickelte sich zur Hauptstadt der Deutschordensballei Franken. Das Ministerialengeschlecht der Pappenheimer , erstmals zu Anfang des Jahrhunderts in Erscheinung getreten, führte ab den Titel Reichserbmarschall und schirmte Franken gegen das Herzogtum Bayern ab.

Jahrhundert, erwarb in der Region, wie die Klöster Fulda , St. Gallen und Auhausen zahlreiche Güter. Freidörfer waren im heutigen Kreisgebiet Hechlingen , Auernheim und Nordstetten. Die wirtschaftlich und politisch weniger bedeutende Region wurde in die Kriege der übergeordneten Mächte und der benachbarten Zentren hineingezogen. Albrecht Achilles , der eine Territorialherrschaft vor allem gegen den Widerstand Nürnbergs anstrebte und dessen Haus seit die Markgrafschaft Brandenburg innehatte, hatte Ansbach übernommen und sich dem Mergentheimer Fürstenbund angeschlossen.

Jahrhundert erschien, von Norddeutschland nach Italien. Juden siedelten sich zu einem unbekannten Zeitpunkt im Landkreis an. Der älteste Beleg stammt von , nach dem Pogrom lässt sich erst erstmals wieder ein Jude im Ort belegen. Pappenheim und andere Adelsgeschlechter waren im Gegenzug Mitglied im Fränkischen Ritterkreis ; das heutige Kreisgebiet gehörte zum Territorium des Ritterkantons Altmühl.

So wurde die Reformation etwa in Wengen , in Unterasbach , in Laubenzedel , in Mariabrunn um , in Bergen , in Wachstein und in Ehlheim eingeführt. Als katholische Gebiete blieben lediglich die Besitztümer des Deutschen Ritterordens und des Hochstifts Eichstätt übrig. Gegenreformatorische Bemühungen scheiterten letztlich. Konfessionswechsel der vorherrschenden Adelsgeschlechter wurden durch die Markgrafen von Ansbach vereitelt.

Im Bauernkrieg flohen die Adligen im Rezatbereich vor den Aufständischen nach Ansbach, wo sie sich den Streitkräften des Markgrafen Kasimir anschlossen. Jedoch kamen die dort Versammelten am 3. April zu keinem Ergebnis über ihr Vorgehen gegen die Unruhen, da nur Eichstätt den Ansbacher Führungsanspruch akzeptierte. Deren Hintersassen hatten sich ebenso den Aufständischen angeschlossen, wie diejenigen des Deutschen Ordens, und in Eichstätt forderten am 2.

April etwa Tuchergesellen die Wiederherstellung ihrer Fischereirechte. Obwohl Kurbayern eingriff, während Eichstätt militärisch untätig bleiben musste, nutzten die Bayern das nicht zu einer Mediatisierung, obwohl Überlegungen dazu bestanden. Mai erlitten die aufständischen Bauern eine schwere Niederlage am Rechenberg nahe Ostheim gegen die markgräflichen Truppen Kasimirs.

Doch unterlag der Markgraf am Als die Bauern am 2. Juni endgültig gegen den Schwäbischen Bund unterlagen, folgte eine selbst für die seinerzeitigen Verhältnisse brutale Rache. Um die vom Eichstätter Bischof befürchteten Aufstände zu unterbinden, ging er mit zwei Mandaten gegen die Täufer vor, denn er betrachtete ihr Wirken als wesentliche Ursache für die Bauernkrieg. Zwar begannen die ersten Hexenprozesse im Gebiet des Hochstifts Eichstätt wegen Hexerei und Zauberei bereits , ihren Höhepunkt hatten die Verfolgungen jedoch erst um In Ellingen wurden in den Monaten vor bereits mindestens 70 angebliche Hexen hingerichtet.

Eine starb an den Folgen der Folter im Mai Die Verfolgungen, denen im Hochstift Eichstätt mindestens Menschen zum Opfer fielen, hielten bis zum Jahr an. Hexenmandate folgten bis Besonders schwer traf es das Hahnenkammgebiet. Aus Frankreich flohen zwischen und Sie sollte den Reichskreis, der auf Seiten der Österreicher stand, vor Kurbayern, das auf französischer Seite kämpfte, schützen.

Die französischen Truppen hielten zu dieser Zeit Pappenheim, dessen Burg beschädigt wurde, und Treuchtlingen. Fertiggestellt wurde die Linie nicht, da die Franzosen in einer zweiten Schlacht unterlagen.

Dieser mitunter gewaltsame Prozess umfassender Veränderung und Vereinheitlichung von personalen und kleinregionalen Rechten zog sich bis hin. Jahrhunderts berichtete Johann Kaspar Bundschuh , dass das Altmühltal für seine Wohlhabenheit bekannt sei, während die Bewohner weiter entfernter Orte wie Langlau , Brombach oder des Hahnenkammgebiets arm seien und in kleineren, mit Stroh gedeckten Häusern wohnten.

Jahrhunderts , Ellingen ab , Cronheim Anfang Jahrhundert bis , — , Treuchtlingen um und ab , Weimersheim vor , bis Ende Jahrhundert zurückreichte, wurde und weitgehend aufgelöst. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts war Gunzenhausen eine der bedeutenderen Gemeinden im Fürstentum Ansbach und bis Sitz des Landrabbiners. Einige Bewohner beschwerten sich über die neue wirtschaftliche Konkurrenz, die die Leipziger Messe besuchte. Jahrhunderts ging die Zahl der Juden infolge des Bayerischen Judenedikts von zurück, das eine Höchstzahl von Juden je Ort vorschrieb.

In Mittelfranken existierten 55 jüdische Schulen, wie die in Altenmuhr gegründete Schule. Im sogenannten Rittersturm besetzte Bayern ab die oftmals nur wenige Dörfer umfassenden Kleinstterritorien der Reichsritter. Vielfach nach französischem Vorbild wurden die Staatsverwaltung stärker rationalisiert, der Zugriff des Staates auf jeden einzelnen Bürger durchgesetzt und Sonderrechte weitgehend beseitigt.

Aus den Bezirksämtern wurden die Landkreise. Die Stadt Ansbach baute auf eigene Kosten eine Anschlussbahn nach Gunzenhausen , die von den Bayerischen Staatseisenbahnen bis Treuchtlingen verlängert wurde. Die Gesamtzahl der im Ersten Weltkrieg Gefallenen beläuft sich auf Als eine der ersten Städte im Reichsgebiet tat sich Gunzenhausen mit der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung hervor.

Von dem Übergriff wurde weltweit in der Presse berichtet: Juli von Kurt Bär ermordet. In der Reichspogromnacht vom November wurden zahlreiche jüdische Gemeinden im Landkreis gewaltsam aufgelöst. Im Rahmen der Operation Clarion erfolgten am Februar Luftangriffe der Alliierten, unter anderem auf den Bahnhof Treuchtlingen.

Ein weiterer Angriff am 8. April zerstörte zwar weite Teile der Stadt, getötet wurde niemand. Die meisten der Bombenopfer sind in der Gedenkstätte der Kriegsgräberfürsorge auf dem Nagelberg beigesetzt. Auch Pleinfeld, Solnhofen und Gunzenhausen wurden angegriffen. April den Krieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Landkreisgebiet zur amerikanischen Besatzungszone.

Die Wülzburg war ein Flüchtlingslager für Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und Schlesien , etwa Im Mai wurde den Teilnehmern an den Pogromen von vor dem Kreisgericht in Ansbach der Prozess gemacht; fünf von ihnen wurden freigesprochen und fünf zu Gefängnisstrafen von drei bis acht Monaten verurteilt.

Juli im südlichen Mittelfranken das Fränkische Seenland einzurichten, um die Wasserregulierung des Main-Donau-Kanals zu sichern und die Versorgung des wasserarmen Nordbayern zu verbessern. Die beiden Piloten und zwei Soldaten des Panzers wurden getötet. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1.

Bei der Gemeindereform verlor Stopfenheim sein verliehenes Marktrecht. Zahlreiche Schlösser, Burgen und Burgruinen sind über den Landkreis verteilt. Besonders bekannt ist das Schloss Ellingen.

Der Landkreis ist besonders reich an Kirchen mit unterschiedlichen Baustilen. Romanik , Barock, Renaissance, Markgrafenstil oder Historismus wechseln sich ab oder sind manchmal in einem Bauwerk verbunden. Wallfahrtskirchen sind die Blasiuskirche in Raitenbuch und die Gunthildiskapelle nahe Suffersheim.

Für diese Region eher ungewöhnlich sind die Kirchenpatrone der St. Die Galluskirche stammt aus dem 9. Jahrhundert und ist damit das älteste Kirchenbauwerk karolingischen Ursprungs in Franken sowie eine der ältesten Kirchen im süddeutschen Raum. Bedeutend ist die Rieterkirche in Kalbensteinberg.

Jahrhundert entstand als eines der ersten Klöster der Region das Kloster Heidenheim. Es gehört mit seiner dreischiffigen Pfeilerbasilika aus dem Jahrhundert zu den bekanntesten und am besten erhaltenen Klosterensembles der Region. Der Deutsche Orden errichtete die prächtige Kirche St. Augustinus in Stopfenheim im Barockstil. Weitere touristisch erwähnenswerte Barockkirchen sind die Deutschordenskirche St.

Veit und die St. Im Kreisgebiet befinden sich zahlreiche Wehrkirchen , die im Mittelalter der Bevölkerung Schutz boten. Dieses bemerkenswerte Relikt zählt zu den wenigen auf germanischem Boden erhalten gebliebenen Thermen.

Es befindet sich auf der Anlage des römischen Kastells und Vicus Biriciana , das mit seinem rekonstruierten Nordtor zu den Sehenswürdigkeiten des Landkreises zählt. Dessen Bauweise ist in Mitteleuropa einzigartig und es gibt sie nur noch in Nordafrika.

Jahrhundert den Status einer Freien Reichsstadt, den es bis behaupten konnte. Dadurch entstand eine jüngere südliche und eine ältere, dichter bebaute nördliche Altstadt. Im Zentrum der nördlichen Altstadt steht das Alte Rathaus , im gotischen Stil von bis errichtet. Andreas , deren hoher, im Jahrhundert hinzugefügter Hallenchor als Werk der süddeutschen Spätgotik gilt.

Umrahmt wird die Altstadt vom fast vollständig erhalten gebliebenen Mauerring des Der staatlich anerkannte Erholungsort Gunzenhausen wurde ersturkundlich erwähnt und von den Ansbacher Markgrafen zu einer Residenz im barocken Stil ausgebaut. Einzelne Fachwerkstadel sind im Stadtbild verteilt. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind ein Stück des Wehrgangs sowie drei Türme erhalten: Jahrhundert, der Färberturm um und der Storchenturm um Im Südteil der Altstadt ragt die stadtbildprägende Stadtkirche St.

Maria heraus, von bis im gotischen Stil errichtet. Bürgerhäuser, die aus dem Jahrhundert stammende Stadtkirche St. Marien sowie einige Palais prägen das Stadtbild. Einige Fachwerkbauten in Jura-Bauweise sind erhalten geblieben. Ellingen wurde stark vom Deutschen Orden geprägt.

Östlich der Residenz des Landkomturs, ab dem Neben dem Schloss setzen das Rathaus und die Pfarrkirche St. Der Barockstil findet seinen Widerklang in den Bürgerhäusern, ganz besonders in der Neuen Gasse , die ab unter der Leitung von Matthias Binder angelegt wurde.

Jahrhundert entstanden die Orangerie und die Maria-Hilf-Kapelle. Im Landkreis gibt es viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Er erlangte auf der Langstrecken-Regatta auf dem Balaton einen neuen Geschwindigkeitsrekord.

Sportliche Höhepunkte in der Region sind der Altmühlseelauf und der Seenlandmarathon. Viele organisieren sich in den Feuerwehren. Im Kreisgebiet gibt es Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt rund aktiven Einsatzkräften. Dazu gehört das Pleinfelder Heimatmuseum , dem das erste, die Geschichte der Braukultur zeigende Brauereimuseum Mittelfrankens angeschlossen ist. Die Burg Pappenheim ist als Museum öffentlich begehbar und zeigt die Geschichte des ritterlichen Lebens und der Stadt Pappenheim; angeschlossen ist ein kleines Jagdmuseum.

Schwerpunkte der Ausstellung sind die vor- und frühgeschichtlichen Kulturen der Region. Angeschlossen ist das Bayerische Limes-Informationszentrum. Es gehört mit über In Solnhofen steht das Bürgermeister-Müller-Museum.

In diesem Museum sind unter anderem transmissionsgetriebene Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen sowie ein Federfallhammer aus den Jahren bis zu sehen. Mit Carpe Diem existiert in der Region ein lokales Kulturmagazin. Die Kirchweih wird seit dem Mittelalter als religiöses Fest anlässlich der Kirchweihe eines christlichen Kirchengebäudes gefeiert, heute spielt der religiöse Kontext meist eine untergeordnete Rolle. Vielerorts wird Kirchweihbier gebraut und Kirchweihbäume werden aufgestellt.

Das Volksfest in Treuchtlingen wird in der heutigen Form seit begangen. Das erstmals erwähnte Volksfest ist mit etwa Von Juni bis August werden dort seit , mit Unterbrechung allein während des Zweiten Weltkriegs, Opern und Theaterstücke aufgeführt. Bedingt durch seine abgeschiedene Lage hat sich im Ort Auernheim ein in der Region einmaliger, eigener Dialekt entwickelt, der sich stark von der Mundart benachbarter Orte unterscheidet.

Im Gebiet des heutigen Landkreises siedelten sich im Mittelalter erstmals Juden an. In manchen Orten stellten sie zeitweise bis zu einem Drittel der Bevölkerung. Jahrhundert wurden zahlreiche neue Synagogen erbaut, beispielsweise in Pappenheim , Ellingen und Heidenheim. Ab Mitte des Jahrhunderts ging die Zahl der Juden durch Abwanderung infolge des Bayerischen Judenedikts von zurück. Dennoch prägten mehrere jüdische Vereine das Gemeindeleben.

Den jüdischen Familien gehörten zahlreiche Handels- und Gewerbebetriebe. Durch die zunehmende Entrechtung nach und zahlreiche gewaltsame und entwürdigende Aktionen gegen die Juden verzogen immer mehr in andere Städte oder wanderten aus. Im Zuge der Novemberpogrome wurden zahlreiche jüdische Besitztümer geschändet und zerstört.

Viele der Juden des Landkreises wurden nach der Deportation ermordet. Vielerorts erinnern Gedenksteine und Mahnmale an die jüdische Vergangenheit der Region, so in Treuchtlingen und Gunzenhausen.

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und der meisten seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Daneben erledigt er in eigener Zuständigkeit laufende Angelegenheiten der Landkreisverwaltung.

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf sechs Jahre gewählt. Er ist die beschlussfassende Bürgervertretung. Nach der Landkreisordnung für den Freistaat Bayern entscheidet er grundsätzlich über alle wichtigen Angelegenheiten des Landkreises im eigenen und übertragenen Wirkungskreis.

Der Kreistag bildet Ausschüsse, die im Rahmen der Geschäftsordnung selbst entscheiden oder zumindest vorberaten. Die letzten Kommunalwahlen führten zur folgenden Sitzverteilung im Kreistag: Bei den Landtagswahlen erstarken die Freien Wähler deutlich. Wie in ganz Deutschland ist ein stetiges Absinken der Wahlbeteiligung zu beobachten, vermutlich verursacht durch Wahlmüdigkeit.

Damit hat der Landkreis die zehntniedrigste Verschuldung innerhalb Bayerns und gehört zu den deutschlandweit 40 am geringsten verschuldeten Kommunen Stand: Die Verschuldung der Gemeinden ist bei etwa der Hälfte aller Orte rückläufig, das ist ein Spitzenwert in Mittelfranken.

In der Mitte der Flagge ist das Wappen des Landkreises abgebildet. Darüber hinaus wurden Städtepartnerschaften mit Städten und Regionen in unterschiedlichen Ländern geschlossen.

Die sogenannte Zukunftsinitiative altmühlfranken kümmert sich beispielsweise um Wirtschaftsförderung und Standortmarketing. Als Altmühlfranken wird ursprünglich der Landstrich entlang der Altmühl bezeichnet, zu der Teile des Landkreises Ansbach gehören. Ebenfalls bedeutend sind Bereiche wie Kesselbau , regenerative Energien und Sozialwirtschaft. Eine Schlüsselfunktion nimmt die Kunststoffindustrie ein.

Die Nähe zu Nürnberg beeinflusst die Pendlerströme: Vier im Landkreis ansässige Firmen sind Weltmarktführer in ihrer Kategorie.

Eine weitere Erholungslandschaft ist der Naturpark Altmühltal. In den Tälern und Wäldern kann gewandert und geklettert werden. Die zahlreichen Hinterlassenschaften der Römer tragen zudem zum Bekanntheitsgrad der Region bei. Die Städte und Gemeinden profitieren von den ständig wachsenden Besucherzahlen, zahlreiche Orte wurden zum staatlich anerkannten Erholungsort erklärt.

Der Ort mit den meisten Übernachtungen im Landkreis ist Gunzenhausen. Die historischen Altstädte, Burgen und Häuser ziehen Touristen an. Im Sommerhalbjahr gab es im Kreisgebiet insgesamt Die landwirtschaftliche Fläche umfasst Wichtigste Anbaukulturen sind Winterweizen , Wintergerste und Mais. Ein erheblicher Anteil des Maises dient energetischen Zwecken in Biogasanlagen.

Dendrit im Solnhofener Kalkstein. Jurakalkstein gilt als wichtigster Kalkstein der deutschen Bauwirtschaft. Bereits die Römer verwendeten im 2. Durch die Finanzkrise ab und das Aufkommen von billigeren Gesteinen aus China gehen die Verkaufszahlen für Gesteine aus dem Landkreis zurück.

In Pleinfeld sind mehrere Unternehmen im Sandabbau tätig. Die Stadt Bamberg wiederum übernahm die Patenschaft für Hallstadt. Ihre Aktivitäten für das weltweite Geschäft mit Türsystemen sind in Hallstadt konzentriert. Der Produktionsbeginn der Firma Michelin war am 5. Die Firma beschäftigt rund Mitarbeiter. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren in Hallstadt Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe.

In Hallstadt direkt gab es bis die Löwenbräu Diller, bis die Schwanenbräu und bis die Bürgerbräu. Sie besetzt in den Sommermonaten am Wochenende und Feiertagen das Freibad Hallstadt zusätzlich zu den Schwimmmeistern. Liste der Baudenkmäler in Hallstadt. Gemeinden im Landkreis Bamberg. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel.

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