Liquiditätsfalle

Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen.

Das in der Folge abgezogene ausländische Kapital verschärfte die Krise und zwang das argentinische Currency Board zu einer kontinuierlichen Erhöhung der inländischen Zinsen, um die Geldmenge an die schwindenden Devisenreserven anzupassen.

Kurzer Rückblick

Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen.

Liebknecht verkündete die "Freie sozialistische Republik Deutschland". Bei der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung am Für eine sozialistische Revolution gab es keine Mehrheit in Deutschland.

Liebknecht und Rosa Luxemburg von Freikorpsoffizieren heimlich ermordet. Dies verschärfte die politischen Gegensätze in Deutschland. Februar wurde der neuen Republik eine Verfassung gegeben. Ort für die Friedensverhandlungen war Versailles, wo Wilhelm I. Friedensbedingungen waren unter anderem: Die Sieger waren zu keinen Verhandlungen bereit und bestanden unter Androhung eines neuen Krieges auf Einhaltung des Vertrags.

Scheidemann weigerte sich zu unterzeichnen und trat zurück. Damit waren sie auf die Unterstützung anderer Parteien von rechts oder links angewiesen. Die Regierungen wechselten etwa alle neun Monate. Nationalisten und Kommunisten wollten die Schwäche ausnutzen.

Es gab zahlreiche Putschversuche, Attentate und Aufstände. Zwischen bis gab es politische Morde. Im November tauchte zum ersten Male Adolf Hitler auf. Zusammen mit Ludendorff und einigen tausend Anhängern wollte er die Reichsregierung stürzen.

Der Putsch scheiterte, die Anführer wurden nur gering bestraft. Auch wirtschaftlich war ein Krisenjahr. Der Mittelstand, Rentner, Pensionsempfänger, die nur Geldersparnisse hatten und deren Renten und Pensionen nicht angepasst wurden, verarmten. Es begannen die "goldenen Zwanziger-Jahre".

Die deutsche Wissenschaft genoss wieder hohes Ansehen. In der Architektur sorgte der "Bauhausstil" für Aufsehen. Film, Theater und Kabarett blühten auf.

Aber auch kritische Künstler wurden sehr beachtet. Schriftsteller und andere Intellektuelle der Weimarer Republik warnten schon früh vor der Gefahr der Nationalsozialisten und ihrem Führer Adolf Hitler. Hitler wurde im österreichischen Braunau am Inn geboren. Er wollte an der Kunstakademie in Wien Malerei studieren, scheiterte aber an der Aufnahmeprüfung.

Er lebte von Gelegenheitsarbeiten und dem Verkauf selbstgemalter Ansichtskarten. Für das Militär wurde er als dienstuntauglich ausgemustert. Nach dem Krieg verwendete man ihn wegen seiner rhetorischen Fähigkeiten beim Heer für "Aufklärungsreden", mit denen er bei den Soldaten wegen seiner Hetze gegen das Judentum gut ankam. Das erste Parteiprogramm von enthielt alle Grundgedanken, die für Hitlers spätere Politik charakteristisch war.

Vor allem baute er die Propagandaabteilung der Partei aus. Göbbels verstand es wie Hitler die Menschenmassen in Deutschland zu beeinflussen. Dramatische Kursstürze folgten, ausländische Banken forderten die sofortige Rückzahlung der Kredite und Zinsen.

Das führte zum Rückgang der Kaufkraft des Geldes. Die KPD erhielt In dieser politisch chaotischen Zeit wurde der Reichspräsident zum wichtigsten Mann.

Kanzler Hindenburg war alt und überfordert und ernannte Hitler zum Reichskanzler. Der Reichstagsbrand am Ab jetzt konnte das NS-Regime legal gegen alle und alles vorgehen.

Mit dem "Gesetz zur Gleichschaltung" am März wurde die Selbständigkeit der Länder aufgehoben. Deutschland wurde ein totalitärer Führerstaat. Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Reichswehr. Soldaten und Beamte mussten den Treueid auf Hitler leisten. Reich der Nazi-Herrschaft kam es zu katastrophalen Auswirkungen für Deutschland. Millionen von Menschen, Deutsche und Angehörige vieler anderer Nationen, verloren auf die menschenunwürdigste Weise ihr Leben durch eine verbrecherische deutsche Regierung, die in der Bevölkerung hunderttausende von Helfershelfern hatte.

Die wirtschaftliche Demilitarisierung sollte in jeder Zone autonom durchgeführt werden. Im Laufe der Zeit lief die wirtschaftliche Entwicklung zwischen den westlichen und der sowjetischen Besatzungszonen immer weiter auseinander. Die englischen, britischen und amerikanischen Besatzungszonen bildeten später die Bundesrepublik Deutschland, die sowjetische Zone die Deutsche Demokratische Republik.

März die Sitzung des Kontrollrats. Durch die Währungsreform, die auf die westlichen Besatzungszonen und den westlichen Sektor von Berlin beschränkt war, wurde die Teilung Deutschlands zur Gewissheit. Die Sowjetunion versuchte durch die Berlinblockade ganz Berlin in ihre Hand zu bekommen. Durch eine Luftbrücke der Westalliierten wurde Berlin 11 Monate lang versorgt, bevor die Blockade am Mai beendet wurde.

Mai trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft und somit war die Bundesrepublik geboren. Konrad Adenauer als 1. Das Wirtschaftswunder war in vollem Gang. Die Wirtschaft florierte und bescherte der Bevölkerung einen unerwarteten Wohlstand. Neu und unerwartet war auch das politische Engagement der Jugend. Als die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und das Recht auf Wehrdienstverweigerung im Grundgesetz verankert wurde, entschlossen sich die ersten jungen Männer, von ihrem Recht Gebrauch zu machen.

In oft entwürdigenden "Gewissensbefragungen" wurde getestet, ob sie den Wehrdienst verweigern durften. Als beabsichtigt wurde, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszustatten, zeigte sich, dass der Friedens- und Demokratiegedanke sich in vielen Köpfen verankert hatte.

Es kam zu erheblichen Protesten, die in Form von alljährlichen Ostermärschen noch heute anhalten. Die Spiegelredaktion wurde wegen Landesverrats angezeigt. Innerhalb eines Jahres vervierfachte sich die Arbeitslosenzahl. Die 60er Jahre waren in der Bundesrepublik die Zeit der Studentenproteste.

In ihren Augen war der Terror die einzige Möglichkeit die Bundesrepublik politisch zu verändern. Aber auch gewaltfrei Protestierende fühlten sich von den Parlamentariern unzureichend vertreten. Themen wie Pazifismus, Gleichberechtigung und Ökologie traten in den Vordergrund.

Gleichzeitig aber fürchtete der Staat eine Unterwanderung durch kommunistische Kräfte und belegte hauptsächlich linksgerichtete Lehrer, aber auch vereinzelt Polizeibeamte mit Berufsverboten. Insgesamt jedoch lässt sich sagen, dass die Bundesrepublik sich zu einer stabilen Demokratie entwickelte.

Die Bevölkerung begann selbstbewusst ihre Interessen, auch gegen die Politiker zu vertreten. Während ab der Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Zonen und der Marshallplan der USA den Westen Deutschlands stärkte, setzte die Sowjetunion die Demontage in der sowjetisch besetzten Zone fort. Partei und Staat wurden nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus geführt. Die sozialistische Gesellschaftsordnung politisierte und kontrollierte alle gesellschaftlichen Bereiche.

Der private Gestaltungsraum wurde eingeschränkt. Als Gegenstück zu den Organen der Bizone wurde die Deutsche Wirtschaftskommission gegründet und vereinigte darin die Zentralverwaltungen für z. Land- Forstwirtschaft, Energie und Handel.

Es war der Einstieg zur Planwirtschaft. Verantwortlich für die Aufstellung und Kontrolle der langfristigen Pläne und Lenkung der Wirtschaft war die Planungskommission. Klein- und Mittelbauern wurden mit Repressalien drangsaliert, woraufhin zehntausende von ihnen in den Westen umsiedelten. Aber auch gesellschaftspolitisch gab es tiefgreifende Veränderungen. Frauen wurden systematisch in den "Aufbau des Sozialismus" miteinbezogen.

Für jährige Kinder gab es Kinderkrippen, für jährige Kindergärten. Ab der Grundschule gab es Horte. Der Gedanke war dabei, Kinder möglichst früh im Sinne des Sozialismus politisch zu erziehen. Überall gab es Überwachung und Kontrolle. Von heute auf morgen übernahm die Bundesrepublik ein ganzes Land, dessen Bevölkerung durch eine friedliche Revolution ihre Führung zur Aufgabe gezwungen hatte.

Deutschland vereinigte sich zu einem Nationalstaat. Doch die anfängliche Euphorie wich der nüchternen Realität. Es zeigte sich, dass die neuen Bundesländer in einem desolaten Zustand waren. Umwelt- und Bausanierung stand an. Das Verkehrsnetz und die Telekommunikation mussten modernisiert werden. Bei der Privatisierung der Betriebe durch die "Treuhand" gingen Tausende von Arbeitsplätzen verloren.

Es kam zu einem riesigen Transfer von Steuergeldern von West nach Ost. Nichtsdestoweniger gelang etwas, das viele Nationen bezweifelt hatten. Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Bundesstaat. Dennoch ist der wachsende Rechtsradikalismus und die steigende Zahl rechter Gewaltdelikte besorgniserregend.

Aus diesem Grund werden inzwischen einige Plätze oder Bahnstationen videoüberwacht. Eine Gefahr für unsere Demokratie, die nicht nur die Bundesrepublik, sondern alle westlich orientierten Staaten betrifft, ist die ansteigende Terrorgefahr des sogenannten Islamischen Staates "IS". Durch Terroranschläge dieser Gruppierungen werden Freiheit, demokratische Werte und die westliche Lebensweise angegriffen.

Das Zeitalter der Industrialisierung ca. Die Zeit des industriellen Aufstiegs - steigerte den technischen Fortschritt und die Arbeitsproduktivität.

Die Industrie prägte allmählich unsere Volkswirtschaft. Die deutsche Industrie profitierte durch die Erfindungen und den Fortschritt in Naturwissenschaft und Technik. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Deutschland zu einem der modernsten Industriestaaten der Welt mit einer gut funktionierenden Volkswirtschaft. Der anhaltende industrielle Aufstieg, bedingt durch weitere technische Fortschritte, führte Ende des Jahrhunderts in das Zeitalter der Automaten, der Roboter und Computer.

Die BRD erreichte einen hohen technischen Entwicklungsstand. Die Automatisierung der deutschen Industrie führte zu bedienungsfreien Arbeitssystemen, zu Technisierung und Automatisierung volkswirtschaftlicher Arbeitsvorgänge. Die Folge war eine steigende Güterproduktion, somit Steigerung des Bruttosozialprodukts. Bruttosozialprodukt in der BRD in Millionen bzw.

Jahrhunderts zur Hebung des Lebensstandards und des Bildungsniveaus, zum Wohlstand für alle. Es führte dazu, dass höherwertige Produkte und Luxusartikel für die breite Bevölkerungsschicht erschwinglich wurden. Parallel zum gesteigerten Einkommen nahm auch die Freizeit zu, der Freizeitsektor wurde zum Wirtschaftsfaktor. Die "Mehrfreizeit" resultierte aus der immer stärker werdenden Automatisierung der Betriebe.

Die Arbeitszeit reduzierte sich von ca. Für die Arbeiter in den Betrieben hatte die Automation auch noch andere Vorteile.

Viele körperlich schwere oder monotone Arbeiten konnten für den Menschen von Automaten erledigt werden. Weiterhin konnten gesundheitsgefährdende Arbeiten vermieden oder von Maschinen übernommen werden. Für eine anzuschaffende Maschine muss ein Betrieb zwar Kapital einsetzen, doch durch Abschreibungen kann es sehr wohl zu Steuerersparnissen kommen.

Für einen Arbeitnehmer dagegen müssen neben Lohnkosten und Lohnnebenkosten eventuell noch Sozialleistungen gezahlt werden. Auch werden beim Einsatz von Automaten Arbeitsvorgänge besser nach wissenschaftlichen betriebswirtschaftlichen Methoden systematisiert bester Einsatz nach dem ökonomischen Prinzip.

Doch die Meinung über die steigende Automatisierung wird nicht ungespalten betrachtet. Was für die Ökonomen und Wirtschaftsfunktionäre überwiegend positiv aussieht, wird von vielen Arbeitnehmern kritisch angesehen. Die negativen Aspekte, die aus dem hochgradig technischen Fortschritt resultieren, dürfen nicht übersehen werden. Zum einen wird der Mensch ersetzbar durch die Automation. Durch die vollautomatisch gesteuerten Betriebe wird der Mensch zum Kostenfaktor, somit kommt es zum Wegfall von Arbeitskräften.

Nur qualifizierte Arbeiter werden gebraucht im Produktionsprozess. Die Vollautomatisierung der Betriebe unserer Wirtschaft führt zur monotonen Arbeitsverrichtung, zur Vereinsamung und geistigen Abstumpfung bei der betrieblichen Arbeit. Die physische und psychische Belastung durch die Monotonie des Arbeitsprozesses steigt stetig.

Die Monotonie der Arbeitswelt spiegelt sich in der Privatsphäre wider. Individualität und Kreativität treten in den Hintergrund. Zum anderen steht die Gesellschaft vor dem fast unlösbaren Problem einer hohen Langzeitarbeitslosigkeit. Viele arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen haben keine Zukunftsperspektive.

Tragisch für einen Staat ist, dass auch Teile der Jugend nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, da ihr der wichtige Zugang zum Arbeitsleben verwehrt ist. Auch das ist eine Folge der Automatisierung, da weniger, dafür aber besser qualifizierte Arbeitnehmer eingesetzt werden müssen.

Für uns alle stellt sich nun die Frage: Ist unser Leben letztendlich durch den industriellen Fortschritt so viel reicher geworden? Ausgang und Ziel unserer Volkswirtschaft muss der Mensch bleiben. Die Wirtschaft darf nicht Selbstzweck sein, sondern ihr Ziel muss sein, dem Wohl der Menschen zu dienen.

Finanzkrise in Europa Europa hat sich in mehreren Etappen und von bedrohlichen Rückschlägen begleitet zu einer zunächst nur wirtschaftlichen, inzwischen auch politischen Gemeinschaft, entwickelt: Ein positiver Verlauf der europäischen Union bis war durch fortschreitende Integration gewährleistet. Ende kam es zur ersten schwerwiegenden Finanzkrise innerhalb der Eurozone. Wie kam es zu dieser Finanzkrise? Die Finanzkrise wurde hauptsächlich hervorgerufen durch Spekulation der Banken an der Börse.

Als die Immobilienblase in den USA unter anderem auch durch die Überschuldung wegen des Afghanistan- und Irakkrieges platzte, standen die Banken plötzlich mit immens hohen Schulden da und mussten von den Regierungen der einzelnen Länder gestützt werden.

Deutschland eine ganz positive Zahlungsbilanz, bedingt durch die hohen Exporte, im Gegensatz zu den Mitgliedsländern Portugal, Irland, Italien und Spanien mit einer negativen Zahlungsbilanz. Die Finanzkrise wurde aber auch durch wirtschaftliche Schwierigkeiten einiger Länder der Eurozone mithervorgerufen.

Hier ist besonders Griechenland mit der Höchstverschuldung zu nennen. Ein Staatsbankrott in Griechenland könnte innerhalb der EU zu Turbulenzen führen, die den positiven Verlauf des Integrationsprozesses nachhaltig gefährden würden. Aber nicht nur Griechenland ist hier zu nennen.

Alle anderen Staaten der EU müssen dazu angehalten werden, eine Weiterverschuldung über die Schuldengrenze hinaus zu vermeiden. Diese Vorschläge sind allerdings nicht neu.

Schon der Maastrichtvertrag enthält Kriterien für eine Begrenzung der Verschuldung. Man stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein Staat innerhalb der EU zahlungsunfähig wird. Kehrt das Land zur alten Währung zurück? Kann es überhaupt zur alten Währung zurückkehren? Bleibt der Euro stark, bleibt auch Europa stark und vice Versa, d. Die Eurozone wird aufgrunddessen stabil bleiben müssen, somit auch der Euro, weil die Staaten von Europa nur gemeinsam stark sind mit einer ge-meinsamen Währung dem Euro.

Die europäische Gemeinschaft basiert auf Solidarität. Somit muss auch das solidarische Denken innerhalb der europäischen Gemeinschaft gestärkt werden. Die Staaten der europäischen Union werden auch solidarisch zusammenstehen und somit die Krise überwinden können. Die Überwindung der Krise ist Voraussetzung für eine weitere Integration und damit langfristig Voraussetzung zum Erreichen des Ziels eines europäischen Staatenbundes.

Schulden dürfen langfristig nicht mehr durch eine weitere Verschuldung finanziert werden. Wichtig ist, dass die Länder der Eurozone wieder in Zukunft in der Lage sind, ihre eigene Geldpolitik zu betreiben, was z. Der Ausweg aus der europäischen Finanzkrise ist das Bekenntnis zu Europa. Die Länder der europäischen Gemeinschaft müssen solidarisch zusammenstehen in dieser ernsthaften Krise. Dazu ist eine Konfliktlösungsstrategie notwendig, an der alle Staaten gleichberechtigt beteiligt werden, um die europäische Idee zu realisieren.

Das ist erkennbar an den römischen Verträgen, der Grundlage eines vereinigten Europas. Der gemeinsame Markt, die Liberalisierung des Handels, eine gemeinsame Währung, der Euro, das europäische Parlament mit weitreichenden Befugnissen wird von den einzelnen Staaten akzeptiert. Wer macht die Politik? Politik und Gesetzgebung finden auf nationaler und europäischer Ebene statt. Viele nationale Gesetze bedürfen der Bestätigung durch das europäische Parlament.

Die europäische Gemeinschaft baut auf dem Prinzip der Solidarität auf. Länder, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, bekommen gegen Auflagen von der europäischen Zentralbank finanzielle Unterstützung.

Durch dieses solidarische Handeln wird die europäische Gemeinschaft gestärkt. September bekam allerdings das anscheinend stabil gebaute Haus Europa Risse. An diesem Tag brach das amerikanische Bankensystem zusammen und diese Schockwelle traf auch Europa. Deutschland ist der treibende Motor innerhalb der europäischen Union, da Deutschland gegenüber den anderen europäischen Mitgliedsstaaten auf wirtschaftlicher Ebene führend ist. Die Zielsetzung für Europa ist ein europäischer Staatenbund, der letztendlich verwirklicht werden soll.

Dazu gehört auch der Erhalt der kulturellen europäischen Werte. Die Politik muss es schaffen, die Bürger mehr für die Idee Europas zu begeistern, damit das Interesse für ein vereintes starkes Europa wächst.

Die Faszination für ein Europa der Zukunft, in der Endphase muss verwirklicht werden können. Die Krise in der Eurozone hat sich jetzt noch dadurch verschärft, dass Griechenland kurz vor dem Bankrott steht und mit dem Grexit gedroht hat. Trotz allem möchte man Griechenland mit frischem Geld helfen.

Diese Hilfe ist nicht uneigennützig, sondern aus der Angst heraus, dass andere Länder folgen könnten und die Europäische Gemeinschaft auseinanderbricht. Die Eurozone muss stabil bleiben und somit auch der Euro, weil die Staaten Europas nur gemeinsam stark sind. Die Europäische Union ist ein historisches Ereignis; wenn es zum Bruch innerhalb der Eurozone kommt, wird die Europäische Union wahrscheinlich bis aufgelöst, wie Günter Verheugen in einem Aufsatz befürchtet.

Wenn die Staaten, die bisher in der Europäischen Union integriert sind, stabil bleiben, bleibt auch die Gemeinschaft stark.

Somit muss Griechenland, in welcher Form auch immer, unterstützt werden, um die wirtschaftliche Krise zu überwinden. Das Geld müsste nicht zurückgezahlt werden. Es muss immer das Bekenntnis zu Europa gelten. Das Idealbild von einem vereinigten Europa muss erhalten bleiben, das beinhaltet auch die Verpflichtung einem in Not geratenen Partner zu helfen, in diesem Fall Griechenland. Es muss eine Politik geschaffen werden, damit die Bürger für die Idee Europas begeistert werden.

Diese Tatsache darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Kritikpunkte zu unserer Gesellschaft gibt. Zum einen Viele Menschen leben am Existenzminimum. Die Betroffenen sind vielfach Langzeitarbeitslose, die keine Chance haben in Arbeit vermittelt zu werden. Aufgrund dessen haben sie wenig Einkommen. Die Quote der objektiven Armut in Deutschland ist steigend.

Kritische Gedanken zu Deutschland, Kritik an unserer Gesellschaft heute sind berechtigt. Die Menschen in unserer Gesellschaft werden dazu veranlasst, ein Leben zu führen, das immer fieberhafter und technisierter ist und immer mehr Zwängen unterworfen wird.

Die Gesellschaft suggeriert den Menschen einen immer höheren Lebensstandard erreichen zu müssen, der ihnen ein Leben in Luxus und Komfort verspricht. Unsere Gesellschaft steht vor dem unlösbaren Problem einer Langzeitarbeitslosigkeit.

Es ist tragisch für einen Staat, dass viele Menschen, besonders die Arbeitslosen, die langfristig ohne Anstellung sind, von der Teilnahme am Berufsleben ausgegrenzt sind. Aufgrund ihres geringen Einkommens können sie nicht am Gesellschaftsleben teilnehmen. Besonders tragisch ist es für die Jugendlichen, denen manchmal der Zugang zum Arbeitsleben verwehrt wird. Entspricht es der Würde des Menschen, dass manche lebenslang ohne Anstellung und ohne ein richtiges Einkommen verharren müssen?

Die Menschen, die in der modernen Industriegesellschaft leben, werden durch diese Gesellschaft geformt. Ein tief wirkender Atheismus ist die Folge der überall verbreiteten fortschrittlichen, technokratischen Denkweise. Es ist das langsame Eindringen des Materialismus in unser Denken, das uns antreibt nach Idealen des Wohlstands zu streben. Demzufolge vernachlässigen wir Ideale des christlichen Glaubens. Aufgrund dessen ist auch eine fortschreitende Entkirchlichung zu beobachten. Zum anderen Einige Menschen in Deutschland sind ausgesprochen wohlhabend.

Der Mittelstand in unserer Gesellschaft bricht mehr und mehr weg. Arbeit, Geld, Vermögen sind nach wie vor ungerecht verteilt. Warum die ungerechte Verteilung der Arbeit hier in Deutschland? Warum die ungerechte Verteilung des Kapitalvermögens hier in Deutschland? Zum einen sei gesagt, Ursachen der ungerechten Verteilung sind personelle, geschichtliche und wirtschaftliche Gründe. Zum anderen ist ein Wandel der Gesellschaftsstruktur erkennbar, seitdem der Mittelstand bröckelt.

Eine Tendenz zur 2-Klassengesellschaft ist zu beobachten. Enzensberger schreibt in einem Aufsatz, dass Deutschland in Wirklichkeit von der Geld- und Machtelite, von skrupellosen Managern, mitunter auch Politikern regiert wird, die ihre Macht präsentieren.

Stimmt diese Forderung heute? Allgemein ist sie richtig und gut. Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Staat. Alle Macht geht vom Volke aus. Wir können in unserer Wohlstandsgesellschaft ein unbeschwertes Leben führen, wie man es haben möchte. Wir können uns auch der Fürsorge des Staates anvertrauen.

Trotz allem hat Deutschland viele Probleme zu lösen. Zum einen haben wir mit dem Rechtsradikalismus zu kämpfen. Die steigende Zahl der Gewaltdelikte und die Angst vor Terroranschlägen sind besorgniserregend.

Auch politisch liegt manches im Argen. Viele Bürger haben z. Sie haben oft den Eindruck, dass die Politik nicht für, sondern gegen das Volk gemacht wird. Wirtschaft ist seit Ende überwunden. Nach der Rezession, einer depressiven Stimmung, folgte eine Aufschwungsphase in unserer Wirtschaft, die Ökonomen auch für die kommenden Jahre als sehr positiv prognostizieren.

Dies hat dazu geführt, dass das Wirtschaftswachstum auch im Jahr zwischen 1,8 und 3 Prozent liegt. Es steht zu hoffen, dass sich dieser Wachstumstrend fortsetzen wird und sich die Gesamtsituation weiterhin erholt.

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer länger andauernden Wachstumsperiode und einem damit verbundenen Aufschwung. Durch weitere Investitionen der Unternehmen wird die volkswirtschaftliche Leistung gesteigert. Länder und Gemeinden können mit höheren Steuereinnahmen rechnen, haben somit mehr Geld für Investitionen zur Verfügung, was sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen wird.

Durch die Konjunkturbelebung wird sich langfristig die Finanzlage des Staates, aber auch die der Privathaushalte entspannen. Auch ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist zu verzeichnen. Im Jahr haben wir einen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosen zahlen auf unter die 3 Millionengrenze. Das ist ein deutliches Zeichen für den stabilen Aufschwung.

Der Rückgang der Arbeitslosenquote resultiert aus einer stärkeren Nachfrage an Arbeitskräften durch die wachsende Konjunktur. Die Zukunftserwartungen sind dementsprechend positiv. Dennoch ist die Situation der Arbeitnehmer bedenklich aufgrund der vielen befristeten Arbeitsverträge, der Minijobs, der Leiharbeit ohne Mindestlohn etc. Vorausschauend auf das Jahr wird sich die Konjunktur im Vergleich zu geringfügig abschwächen.

Ein etwas niedrigeres Wirtschaftswachstum wird vorausgesagt. Die Aufschwungphase bleibt trotz allem erhalten. Die Wirtschaftslage wird weiterhin stabil bleiben angesichts der vollen Auftragsbücher der Unternehmen.

Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen nimmt Deutschland eine führende Position ein. Langfristig allerdings lässt sich keine genaue Zukunftsprognose erstellen, da die Entwicklung der Euro-Krise nicht abzusehen ist. Das Wunder der sozialen Marktwirtschaft brachte Deutschland den Wohlstand Die deutsche Wirtschaftspolitik orientiert sich seit Mitte des 20 Jahrhunderts am Konzept der sozialen Marktwirtschaft, deren Idee es ist den Mechanismus eines freien Marktes zu erhalten und gleichzeitig für den sozialen Ausgleich zu sorgen.

Erhard war die Symbolfigur des Wirtschaftswunders. Für ihn bestand die Aufgabe des Staates darin, eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik zu gestalten. Die Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit und Wohlstand für alle war seiner Auffassung nach die soziale Marktwirtschaft, deren Konzept er gegen alle Widerstände aus Politiker- und Gewerkschaftskreisen durchsetzte. Wichtige Instrumente dafür waren das Bundeskartellamt zur Sicherung des freien Wettbewerbs und die Bundesbank als Garant der Währungsstabilität.

Begünstigt wurde die konjunkturelle Entwicklung durch die Westintegration der jungen Bundesrepublik, die politische Stabilität und niedrige Lohn- und Lebenshaltungskosten garantierte.

Daraus resultierte eine hohe Exportbilanz. Diese Voraussetzungen ermöglichten einen immensen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Der Aufschwung brachte den Deutschen erste spürbare Einkommens- und Lohnzuwächse. Für Nichterwerbstätige knüpfte der Staat ein soziales Netz.

Es erfolgte ein Lastenausgleich für Heimatvertriebene und eine Rentenreform. All das gehörte zur Realisierung der Sozialpolitik. Das Ruhrgebiet wurde zentrale Wirtschaftsregion durch die Gründung der Montanunion.

Da Arbeitskräftemangel bestand, kam es zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte. An Saar und Ruhr kam es zur Kohlekrise. Zahlreiche Zechen wurden geschlossen. Auch die Stahlindustrie gab Standorte auf. Im Ruhrgebiet kam es zum Strukturwandel. In den 70iger Jahren kam es wieder zu einer Aufschwungsphase, die zur Boomphase führte durch Verwirklichung des Stabilitätsgesetzes und Forcierung des Exports.

In den Folgejahren kam es gelegentlich wieder zu Krisen in der Wirtschaft, die stets überwunden werden konnten. Der Staat übernimmt für Personen, die nicht genügend am Wohlstand partizipieren können, partiell Kosten an der Teilhabe. Nach wie vor funktioniert der Marktmechanismus , wodurch Export und Konsum gesteigert werden. Als Schlussfolgerung kann man sagen, dass die soziale Marktwirtschaft Deutschland den Wohlstand brachte. Denn ihre Wirklichkeit ähnelt diesem Bild nicht einmal im Ansatz.

Die Rede ist von den sogenannten Armen in unserem Land. Bin ich schon arm, wenn ich mir nicht jede Woche ein Essen im Restaurant leisten kann, oder ist Armut, wenn ich mit dem zur Verfügung stehenden Geld gut rechnen muss? Hier muss unterschieden werden zwischen subjektiver und objektiver Armut. Davon soll hier nicht die Rede sein.

Hier ist das Thema die objektive Armut, der Zustand den eigenen Lebensbedarf, das Existenzminimum, nicht aus eigenen Kräften beschaffen zu können. Hier treten staatliche Institutionen ein. Sicherlich muss kein Mensch in diesem Land verhungern, doch für viele ist ihr Zustand erniedrigend. Kinder schämen sich in der Schule wegen ihrer Kleidung aus der Kleiderkammer. Väter und Mütter fühlen sich schlecht, weil sie Lebensmittel für die Familien bei den städtischen Tafeln holen.

Arbeitslose und Kleinrentner ziehen sich aus Scham wegen ihrer finanziellen Not aus dem sozialen Leben zurück. Junge Leute bewegen sich in einem schlechten sozialen Umfeld und sehen keine Perspektive für die Zukunft und keinen Sinn einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen.

Armut hat viele Gesichter. Warum ziehen sich diese Menschen aus der Gesellschaft zurück? Unter anderem auch deshalb, weil ihnen von der Gesellschaft suggeriert wird, sie seien weniger wert als andere und an ihrer Situation selbst Schuld. Diese Einstellung ist - mit Verlaub gesagt - zum Kotzen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar Die Idee der Menschenrechte ist verwurzelt im abendländischen, christlichen und jüdischen Kulturkreis. Doch der Menschenrechtsgedanke lässt sich auch in anderen Kulturkreisen wiederfinden. Er lässt sich mit der goldenen Regel: Die Menschenwürde und damit das Menschenrecht ist der Anspruch des Menschen, als Träger geistlich - sittlicher Werte geachtet zu werden. Das Menschenrecht steht jedem Mensch kraft seines Menschseins zu und ist im Unterschied zu den Bürgerrechten unabhängig von der Staatszugehörigkeit.

Der Mensch hat ein Bewusstsein und ist vernunftbegabt. Dadurch unterscheidet er sich von allen anderen Lebewesen. Von alters her glaubt er eine besondere Stellung in der Hierarchie der Lebewesen zu haben. Blickt man zurück in die Geschichte, erkennt man, dass die Menschenrechte und damit die Würde den herrschenden Klassen vorbehalten blieb. Wie in allen antiken Sklavenhaltergesellschaften galten Sklaven nicht als vollwertige Menschen. Sie waren minderwertige Wesen ohne Rechte.

Diese Haltung findet sich noch in der Neuzeit in Nordamerika vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Im Jahre wurde in Europa, in England, ein grundlegendes Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit veröffentlicht.

In der sogenannten "Habeas -Corpus-Akte" wurde festgelegt, dass niemand ohne richterliche Überprüfung und Anordnung in Haft genommen und gehalten werden darf. Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den allgemeinen Menschenrechten. Dieser Gedanke floss später in die Verfassung der nordamerikanischen Staaten und der französischen Revolution ein.

Als Grundvoraussetzung zur Einhaltung der Menschenrechte gilt die Einhaltung von grundlegenden Werten. Das Lebensrecht ist einmal als Abwehrrecht gegen willkürliche Tötung oder Menschenversuche oder gegen absichtliche Verweigerung des Existenzminimums zu verstehen.

Weitergehend kann es als Entfaltungsrecht verstanden werden, dass den Menschen Lebensbedingungen zur Verfügung gestellt werden müssen, die ihm ein leistungsfähiges, seinen Begabungen entsprechendes Leben ermöglicht. Ein anderer Wert ist die Selbstbestimmung.

Der Begriff beinhaltet nicht die grenzenlose Unabhängigkeit, sondern zielt auf die eigenverantwortliche Gestaltung des Lebens, besonders aber das menschenwürdige, selbstbestimmte Ende des Lebens. Rechtsgleichheit ist eine unmittelbare Konsequenz aus dem Anspruch auf Achtung der Menschenwürde.

Gerechtigkeit bezieht sich nicht nur auf Bürgerrechte, sondern auch auf die Menschenrechte und muss nicht nur regional, sondern global wahrgenommen werden können. Wie sieht die Verwirklichung der Menschenrechte heute aus? Eine notwendige Bedingung der Realisierung der Menschenrechte ist die Bindung der Staatsgewalt an allgemeine Gesetze und die Kontrolle ihrer Entscheidungen durch unabhängige Gerichte".

So schrieb ein Professor für Staatsrecht in "Die Zeit" vom Doch fast täglich kann man Bilder sehen oder Nachrichten verfolgen, in denen Menschen ihrer Freiheit beraubt werden, oder man verwehrt ihnen die notwendige Nahrung, Unterkunft und Arbeit, verfolgt sie als Minderheit wegen ihrer Rasse, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Einstellung.

Im Jahresbericht von "amnesty international" werden für das Jahr in Ländern Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Die Liste kann beliebig fortgeführt werden.

Aber auch dort, wo diktatorische Regimes scheinbar die "Stabilität" wahren, werden Menschen mit Drohung und Gewalt daran gehindert, am politischen Leben teilzunehmen.

Aber auch Staaten der sogenannten 1-Welt begehen Menschenrechtsverletzungen. Als Beispiel diene nur das amerikanische Gefangenenlager auf Guantanamo, von dessen Zuständen die ganze Welt wusste, aber aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Augen verschloss. Auch die Asylpolitik vieler Staaten gerät in die Kritik. Es zeigt sich, dass auch in Zukunft hart für die Wahrung der Menschenrechte gekämpft werden muss, wenn diese nicht nur den wenigen Privilegierten zugute kommen sollen.

Eine Bilanz zur deutschen Einheit Was ist erreicht? Es gab Zwangsadoptionen und Haft für Dissidenten. Die friedliche Revolution der Bürger und der Einfluss des Präsidenten Gorbatschow verstärkten den Druck auf die damalige Staatsführung.

Das Politbüro der DDR trat geschlossen zurück und am 3. Fast über Nacht trat ein ganzes Land, dessen Bevölkerung seine Führung zum Rücktritt gezwungen hatte, einem anderen bei.

Deutschland wurde zu einem Nationalstaat. Die Überwindung des Unrechtsstaates wurde über die parlamentarische Demokratie verwirklicht. Die Frage kann man bejahen.

Was ist der Tag der Deutschen Einheit für die Deutschen heute? Was verbindet die Deutschen mit dem Nationalfeiertag? Der Tag der deutschen Wiedervereinigung wird zwar als Nationalfeiertag gewürdigt, aber für die heutigen jungen Erwachsenen ist die deutsche Einheit etwas Selbstverständliches. Die Bilanz nach einer Forsa-Umfrage: Es bestehen auf der Ost- und Westseite immer noch Vorurteile, die allerdings immer weiter schwinden.

Der Bundestag zieht eine Bilanz zur deutschen Einheit: Der Stand nach dem Jahresbericht ist positiv. Es gibt allerdings auf vielen Feldern noch einen gewaltigen Aufholbedarf zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse.

So hinkt die ostdeutsche Wirtschaft der westdeutschen nach wie vor hinterher. Auch muss die Rentenangleichung in einem letzten Schritt noch vollständig erfolgen. Gleichzeitig müssen auch in den alten Bundesländern strukturschwache Regionen im Blick behalten werden. In einer Rede betonte die Bundeskanzlerin Angela Merkel, " Auf einer Seite wird der Begriff Freiheit je nach philosophischer oder weltanschaulicher Position unterschiedlich bewertet.

Darüber hinaus erscheint Freiheit als Handlungsspielraum zur persönlichen Selbstverwirklichung innerhalb einer Gesellschaft, der durch Grund- und Menschenrechte gefordert ist. Die Freiheit des einzelnen endet prinzipiell dort, wo sie die Freiheit anderer oder das Interesse der Gesellschaft in Frage stellt. Demokratie bedeutet Volksherrschaft und ist eine Form des politischen Lebens.

Demokratie beschreibt nur, wer regieren soll. Der Begriff sagt aber im unmittelbaren Wortverständnis nichts darüber aus, wie regiert werden soll. Die Begriffsspanne reicht heute von der liberal-rechtsstaatlichen Demokratie westlicher Prägung über Einheitsparteien und Volksdemokratien bis zu Regierungsformen, die sich zwar als Demokratien bezeichnen, in Wirklichkeit aber kaum eines der herkömmlichen mit diesem Begriff verbundenen Merkmale verkörpern.

Jahrhundert hat sich in Europa ein Typus der Staatsform gebildet, der gekennzeichnet ist durch eine enge Verbindung von demokratischen und rechtsstaatlichen Gedanken. Das Volk als eigentlicher Träger der Staatsgewalt ist berufen, seinen Willen in Mehrheitsentscheidungen kundzutun.

Alle Bürger sind gleich und frei, keiner ist ausgeschlossen. Demokratie und Minderheitenschutz Demokratie bedeutet u. Im Laufe der Geschichte hat sich herausgestellt, dass Angehörige ethnischer Minderheiten vielfach von Diskriminierungen im jeweiligen Staat betroffen waren.

So wurde im Laufe der Zeit ein spezieller Minderheitenstatus als Ergänzung zu den Minderheitenrechten erarbeitet. Der demographische Minderheitenschutz steht nicht im Gegensatz zum demokratischen Mehrheitsprinzip, da demographische und demokratische Minderheiten nicht identisch sind. Chancengleichheit Auch Chancengleichheit bedeutet Freiheit. Die Bundesrepublik ist, obwohl es angezweifelt wird, längst zu einem Einwanderungsland geworden. Nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus nicht europäischen Ländern kommen Menschen nach Deutschland.

Diesen Migranten, besonders ihren Kindern, müssen durch spezielle Sprachförderung schon im Kindergartenalter die gleichen Chancen wie deutschstämmigen Kindern gegeben werden. Seit einigen Jahren gibt es auch für die Kinder sozial schwacher Einkommensschichten durch gezielte Unterstützung der Städte die Möglichkeit am Förderunterricht teilzunehmen oder Sportvereinen beizutreten.

Chancengleichheit ist ein Teil der sozialen Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit bedeutet Sicherheit und letztendlich Freiheit. Dem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden.

Insbesonders wird die Mindestsicherheit zur Führung eines selbstständigen, würdevollen Lebens angestrebt. Allerdings sehen international vergleichende Studien Deutschland auf den hintersten Rängen bezüglich sozialer Gerechtigkeit.

Besonders kritisiert werden u. Abgesichert durch spezielle Gesetze zur Arbeitsförderung sollten Schulabgängern und Arbeitssuchenden eine sinnvolle Perspektive zur Selbstverwirklichung gegeben werden. Diese Freiheit kann gegebenenfalls auch gegenüber dem Staat verteidigt werden.

So verpflichtet sich der Staat z. Zur Freiheit gehört auch die Freiheit zu erarbeiten. Generell kann man sagen, dass die Arbeitnehmer in der BRD sich durch ihre Berufstätigkeit auch die Freiheit erarbeiten, sich zu verwirklichen. Diese Verträge bedeuten für Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber Sicherheit. Es gibt immer noch Berufsgruppen ohne Mindestlöhne, d. Hier ist der Staat gefordert, diesen Missstand abzuändern.

Einschränkung der Freiheit Wie zuvor erwähnt kann die Freiheit der Bürger von Seiten des Staates eingeschränkt werden. Diese Einschränkungen betreffen antidemokratische oder volksverhetzende Veröffentlichungen, da diese eine Gefährdung der Freiheit bzw.

Verunglimpfung von Personen, bzw. Auch die wissenschaftliche Freiheit darf nicht unbegrenzt ausgeschöpft werden. Auch hier werden ethische, moralische Grenzen gesetzt, wie z. Ein weiterer Gesichtspunkt ist das Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit. Berichte über Angriffe auf einzelne Personen in der Öffentlichkeit häufen sich. Viele Plätze und öffentliche Gebäude sind videoüberwacht.

Vermisste Personen können über Handyortung gefunden werden. Persönliche Daten sind gespeichert. Jeder Bürger muss sich immer wieder die Frage stellen, wieviel Freiheit bin ich bereit für die Sicherheit aufzugeben. Gegebenenfalls ist es notwendig öffentlich für die Erhaltung der Freiheit einzutreten. Besonders in den Ballungszentren der Industrie machte sich diese Umwälzung bemerkbar. Es bildete sich eine neue Klasse, das Proletariat.

Diese Arbeiter in den Industriezentren lebten am Rand des Existenzminimums. Mit den veränderten Lebensumständen hatte sich auch der Stellenwert der Kirche verändert. Das trug zur Konfrontation zwischen überkommenem Glauben und antikirchlicher Haltung der Arbeiterschaft bei. Erst spät begann die Kirche sich sozialpolitisch zu engagieren.

Von der Klassengesellschaft zur Zeit der Industrialisierung hat sich im Laufe der Zeit eine Entwicklung hin zur Wohlstandsgesellschaft bzw. Der Wandel in unserer Gesellschaft vollzog sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung. Unsere Gesellschaft ist heute leistungs- und profitorientiert. Menschen, die sich den Begebenheiten unserer Zeit nicht anpassen können, bleiben auf der Strecke.

In unserer Gesellschaft lässt sich ein demographischer Wandel feststellen. Es gibt wesentlich mehr ältere Menschen als noch vor 10 Jahren. Die Tendenz ist steigend. Weniger Kinder werden geboren. Unsere Gesellschaft vergreist zusehends. Der Mittelstand bricht mehr und mehr weg. Zusätzlich verändert sich die Haltung zur Religion durch steigenden Wohlstand und steigende Bildung.

Wo noch vor ca. Die wichtigsten Religionsgemeinschaften sind die römisch-kath. Stand Eine fortschreitende Entkirchlichung ist zu beobachten aufgrund des Ansehensverlust der Kirche durch Skandale innerhalb der Kirche. Besonders die Aufgeklärtheit heute, Sensibilisierung der Menschen, bewirkt, dass viele Menschen weniger oder gar nicht mehr zur Kirche gehen. Inzwischen müssen Kirchengemeinden zusammengelegt werden. Grund dafür ist zum einen Priestermangel, zum anderen das Schrumpfen der Gemeinden.

Kirchen werden inzwischen geschlossen und verkauft. Der Stellenwert der Religion in der Familie ist nicht mehr so stark traditionsgebunden wie früher, obwohl in einigen Familien wieder mehr und mehr ein Trend zur christlichen Erziehung zu beobachten ist.

Insofern gewinnt die Religion wieder an Bedeutung. Unsere Gesellschaft steht vor dem fast unlösbaren Problem einer Langzeitarbeitslosigkeit. Tragisch für den Staat ist, dass auch Teile der Jugend nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, da ihr der wichtige, lebensnotwendige Zugang zum Arbeitsleben verwehrt ist.

Auch die traditionellen Glaubensrichtungen sind in der Krise. Es ist die langsame Durchsetzung unseres Denkens durch den Materialismus, der uns antreibt nach Idealen des Wohlstands zu streben. Gutes Deutsch schreiben und sprechen Wie wichtig ist richtiges Deutsch in unserer Gesellschaft? In der Wissenschaft und Literatur galt Deutsch nicht als feine Sprache. Deutsch war die Sprache des einfachen Volkes.

Als Vorläufer des ersten deutschsprachigen Romans ist Grimmelshausens "Simplizismus Simplizissimus" aus dem Es war der erste Schritt zur Entwicklung des deutschsprachigen Romans. Damit begann auch die deutsche Sprache "salonfähig" zu werden, obwohl die herrschende und gebildete Schicht sich noch des Lateins und Französisch bediente.

Heute ist es für alle Schichten der Bevölkerung selbstverständlich Texte, wissenschaftliche Abhandlungen etc. Man verfügt heute über eine ausreichende Auswahl deutschsprachiger Literatur, auch in den Fachsprachen, z. Mathematik und sonstigen Naturwissenschaften, Philosophie usw. Man ist imstande ausreichend alles in gutem Deutsch zu lesen. Allgemein ist es üblich, dass alle Bevölkerungsschichten mit einigen, wenigen Ausnahmen die deutsche Sprache beherrschen.

Doch nicht alles Gesprochene und auch Verständliche ist richtiges oder gutes Deutsch. Was ist gutes Deutsch heute? Ist verständliches Deutsch, immer gutes Deutsch? Was ist schlechtes Deutsch?

Wie wichtig ist gutes Deutsch? Jeder Satz oder Text, der gesprochen oder geschrieben ist, sollte sprachlich und logisch einwandfrei sein. Es gehört auch zur lebendigen Sprache, umgangssprachliche Ausdrücke mit einzubeziehen, so dass eine Mitteilung anschaulicher wird.

Zum Beispiel bei Vorträgen müssen nicht nur selbstverständlich grammatische Regeln beachtet werden, sondern eine klare Aussprache und rhetorische Mittel gehören ebenso zu einem guten Stil. Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte "Reinheit und Richtigkeit" der deutschen Sprache. Damit ist nicht gemeint, das Rad der Zeit zurückzudrehen und z.

Aber seinen Sprachgebrauch nur mit Anglizismen zu spicken ist nicht empfehlenswert. Statt "meeting" kann ebenso "Treffen", statt Slow-motion Zeitlupe oder statt Part-time-job Teilzeitarbeit gesagt werden.

Möglichkeiten gutes Deutsch zu lesen, bieten sich auch in Zeitungen und Zeitschriften an. Wobei natürlich nicht vergessen werden darf, dass die Printmedien sich in ihrem Stil der entsprechenden Leserschaft anpassen. Der Stil der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf der einen und der "Bildzeitung" auf der anderen Seite sprechen für sich.

Als Beispiel mögen Pronominaladverbien dienen. Statt der Frage "Wovon spricht er? Es besteht also die Neigung das vorgestellte "wo" durch das nachgestellte "was" zu ersetzen. Klagen über schlechtes Deutsch bei Gesprächen im Alltag, allgemein in den Medien oder bei Schülern und Studenten sind berechtigt, geschimpft wird auch mitunter über den Sprachgebrauch einiger Politiker in den Medien, z.

Manche Politiker, die mit nicht notwendigen Anglizismen, Fremdwörtern und bestimmtem Redewendungen agieren, bewirken dadurch die Nichtverständlichkeit beim Publikum. Bestimmte Fremdwörter oder Satzpassagen aus Fremdsprachen verderben manchmal ein gutes Deutsch. Zweitens sinken mit dem Zinsniveau auch die Zinsmargen, aus denen Geschäftsbanken ihre Profite ziehen, sodass das Angebot an Intermediationsleistungen abnimmt. Niedrige Gewinnmargen erschweren die Kapitalbildung der Banken Ueda, Drittens untergraben niedrige Zinssätze die Haushaltsdisziplin des Staates, der sich billig verschulden kann und in der Notenbank einen Abnehmer für seine Neuemissionen an Staatsschuldtitel findet.

Hohe Haushaltsdefizite können restriktive, nicht-keynesianische Effekte auf die gesamtwirtschaftliche Aktivität haben, wenn die Marktteilnehmer zukünftige Steuererhöhungen erwarten. Sie wollen eine ansonsten notwendig werdende Kreditabschreibung und den Ausweis realisierter Verluste vermeiden.

Sie hat bei relativ sinkendem Kreditvolumen hohe volkswirtschaftliche Kosten, weil Zombie-Unternehmer Ressourcen verbrauchen, die anderen Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen Peek, Rosengren, ; Caballero, Hoshi, Kashyap, Was in Japan fehlt, sind Strukturreformen, die vor allem einen Rückzug des Staates aus dem Finanzsektor betreffen.

Eine Geldmengenexpansion ist deshalb der politisch leichter durchsetzbare Weg aus der Krise, kann jedoch nicht überfällige Reformen ersetzen. Are They Now More Effective? The Case of the Interbank Market. Zombie Lending and Depressed Restructuring in Japan, in: American Economic Review, 98, S. American Economic Review, 95, S. The Case of the Bank of Japan, in: Japanese Economic Review, 63 1 , S. No one should require a tutorial about the longer-term consequences of using central banks to finance government deficits.

Sooner or later the results are inflation, always and everywhere. The Fed points to labor market benefits, but these benefits are almost entirely false. Data show that QE has had very little, if any, favorable effect on employment and output. The reason is that our economic problems are mainly real problems, not monetary problems. It is an elementary error to confuse real and monetary problems by claiming that QE purchases can alleviate current unemployment.

In their first course in economics, students learn that jobs, productivity, and growth are real events.