Natürliche Arbeitslosenquote

Die natürliche Arbeitslosenquote (auch NRU, für englisch natural rate of unemployment, normale, strukturelle oder gleichgewichtige Arbeitslosenquote) ist eine ökonomische Hypothese, die besagt, dass zu dem im gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht gegebenen Reallohn stets ein gewisses Unterbeschäftigungsniveau besteht, welches aus.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass jede solche willkürliche Veränderung zu Gewinnern und Verlierern führt.

Inhaltsverzeichnis

• Die natürliche Arbeitslosenquote ist jene Arbeitslosenquote, welche nötig ist, um die Inflationsrate konstant zu halten. • Die natürliche Arbeitslosenquote wird auch als die die Inflation nicht.

Das vertreibt die Lust auf Investitionen und so führt die durch Teuerung ausgelöste Deflation über kurz oder lang zum totalen Stillstand des Wirtschaftslebens. Der zweite natürliche Feind des Geldes, die Inflation. Die Inflation hat mit der Warenversorgung zunächst überhaupt nichts zu tun.

Inflation beginnt damit, dass zu viel Geld da ist. Mehr Geld jedenfalls, als Waren. Wir haben bei der Betrachtung der Teuerung gesehen, dass das Geld im Zuge der Teuerung in Geldvermögen umgewandelt wurde, also vom Markt verschwunden ist. Theoretisch könnte eine Inflation also auch dadurch ausgelöst werden, dass ein erstaunlich preiswertes Angebot auf den Markt kommt, mit dessen Hilfe der Bedarf mit deutlich weniger Geld gedeckt werden könnte, als Kaufkraft im Markt vorhanden ist. Dies verhindern aber die Gesetze des Marktes zuverlässig.

Niemand wird Tomaten billiger verkaufen, nur weil es zu viele gibt, da kippt man die Ernte lieber ins Meer. Niemand wird auch auf die Idee kommen, preiswerte Importe so günstig abzugeben, dass dadurch eine Inflation ausgelöst werden könnte, da hat man andere Möglichkeiten. Dass dem einheimischen Salatzüchter die Köpfe im Gewächshaus verfaulen, juckt die Handelskette nämlich gar nicht. Wer nicht konkurrenzfähig anbietet, muss sehen wo er bleibt. So einfach ist das.

Wie wir wissen, kommt es nur darauf an, möglichst viele neue Kredite auszureichen und damit den Verlust nachfragewirksamen Geldes durch Tilgung und Umwandlung in Geldvermögen soweit überzukompensieren, dass mehr Kaufkraft auf den Markt kommt, als dieser an Gütern und Leistungen gegenübersteht.

Die Inflation neigt dazu, sich selbst zu nähren und immer schneller und steiler zu wachsen. Es sei denn, jemand bekämpft sie erfolgreich. Der Bankenwelt hat es daher schon immer gefallen, nach ausreichendem, inflationsgetriebenen Wirtschaftswachstum die Kaufkraft wieder vom Markt zu nehmen und damit stabilere Verhältnisse zu schaffen.

Die Inflation war besiegt, der nach wie vor vermeldete geringe Preisanstieg ist der Teuerung anzulasten, nicht der Inflation. Die andere Lösung zur Beherrschung der Inflation wäre der Währungsschnitt gewesen, was nichts anderes bedeutet, als sich darauf zu einigen, einfach wieder kleinere Zahlen zu schreiben, so wie man sich auch auf die Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst einigt, ohne dass man damit in irgendeiner Weise wirklich etwas ändern würde.

Man schreibt nur andere Zahlen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass jede solche willkürliche Veränderung zu Gewinnern und Verlierern führt. Verlierer sind diejenigen, die das nicht können und deshalb abwarten müssen, bis sie am Tag danach mit dem abgewerteten Geld in der Tasche vor übervollen Schaufensteren staunend lernen, welche Preise in der neuen Währung gefordert werden. Ein geringfügiger zwar, dessen Wirkung zwischen der tatsächlichen Einführung der Einheitswährung und der viel späteren Ausgabe des einheitlichen Bargeldes über die Jahre klug verwischt wurde, aber inzwischen haben es die Spezialisten ausgerechnet: Der Zwangsumtauschkurs für die Mark war wohl doch nicht ganz richtig.

Niemand hätte den richtigen Kurs bestimmen können. Aber die Chancen, die ein Währungsschnitt so bietet, die wurden genutzt. Warum wird aber überhaupt Inflation zugelassen? An dieser Stelle ist nun endgültig der Punkt erreicht, an dem die Beschäftigung mit dem Geld zum blanken Horror wird.

Die wichtigsten Thesen zur Inflation: Das ist richtig , solange die Zinsen als Kaufkraft auf den Markt drängen, und es ist falsch , sobald die Zinsen überwiegend sofort wieder zu Geldvermögen gerinnen, also auch keinen Einfluss auf die Kaufkraft haben. Weil niemand, der Geldvermögen hält, ein Interesse an Inflation haben kann, wird der überwiegende Teil der Zinsen daher nicht als Kaufkraft auf den Markt drängen.

Inflation entsteht, wenn das Wirtschaftswachstum überhitzt ist , wenn also bei steigenden Löhnen und sinkenden Kosten Produktivitätszuwachs ein Mehr an erzeugter Produktion - auch wegen der Konkurrenzsituation - so preiswert angeboten wird, dass die Kaufkraft der Löhne und die Kaufkraft der öffentlichen Kassen den Warenwert übersteigen und sich die Nachfrager gegenseitig überbieten, was sich als Inflation bemerkbar macht.

Das ist richtig, solange man in der grauen Theorie verharrt. Aber es ist falsch , wenn man einen ganz kleinen Blick auf die Realität wirft.

Die aus dem Lohnüberschuss gespeiste Inflation scheint also unmöglich, zumal sie, wenn man nur einen Augenblick richtig denkt, zur sofortigen Pleite aller Einzelunternehmen führen würde, weil nämlich kein Unternehmer lange existieren kann und will , wenn Löhne und Steuern die Einnahmen übersteigen. Inflation entsteht, wenn die Nettokreditaufnahme steigt , wenn also die verfügbare Kaufkraft von Unternehmen, Staat und Konsumenten soweit steigt, dass sie die verfügbare Wirtschaftsleistung übertrifft und die erhöhte Nachfrage dadurch zwangsläufig Preissteigerungen auslöst.

Es stellt sich die Frage, wer hat etwas davon? Das ist richtig , solange die Banken damit rechnen können, dass das ausgereichte Darlehen auch als Tilgung wieder zurückgeführt wird. Denn solange können die Banken auf sichere Zinserträge vertrauen. Eine Tilgungsoffensive der Öffentlichen Haushalte macht die Rückzahlung neuer Darlehen unwahrscheinlicher, weil dadurch viel zu viel Geld aus dem Markt genommen wird.

Das ist richtig , solange die ihnen gezahlten Guthabenzinsen die Substanzverluste aus der Inflation deutlich übersteigen. Es ist jedoch dann falsch , wenn nur niedrige Guthabenzinsen zu erzielen sind, die Notenbanken also eine Niedrigzinspolitik fahren und gleichzeitig der Geldwert sinkt.

De facto gibt es gute Gründe für folgende Annahme: Die Inflation wird von den Marktteilnehmern auf der Kapitalseite konsequent gebremst, wenn die Situation für die Substanz des Vermögens brenzlig wird.

Die Inflation über diesen Punkt hinaus aufrecht zu erhalten, kann nur dem Staat gelingen, wenn ihm die Notenbank ständig frisches Geld gegen ständig neue Schuldscheine in die Hand gibt. Wie und warum kommt es dann aber gegen die Allmacht des Geldes doch zur Inflation? Je mehr Geldvermögen zu Geld wird, um insbesondere Grundbesitz zu erwerben und je mehr von dem so geschaffenen Geld zunächst im konsumptiven Bereich verweilt, desto schneller wird das Geld entwertet.

Die Verkäufer von Häusern und Grundstücken erhalten heute allerbeste Preise, doch sie müssen inzwischen auch schon fast einen Euro für ein Vollkornbrötchen zahlen, das vor zwei Jahren noch für ganze 45 Pfennig zu haben war und sie ahnen nicht, dass der Preis für die Schrippe schon in gar nicht so ferner Zukunft den Betrag überschreiten könnte, der vor zehn Jahren noch ausreichte, um eine kleine Eigentumswohnung zu bezahlen.

Das ist alles schon einmal dagewesen. Zweck allen Wirtschaftens ist es, die Verfügungsgewalt über möglichst viele Sachwerte zu erwerben. Geld ist nicht allmächtig, es ist nur ein mächtiges Mittel zum Zweck. Geldvermögen aufzulösen und sie in Sachwerte umzuwandeln ist daher immer wieder eine sehr wichtige und sinnvolle Übung.

Niemand kann wirklich in Geld baden. Es sind zwei Analyseansätze für das Problem der Arbeitslosigkeit denkbar:. Die natürliche Arbeitslosenquote einer Volkswirtschaft spricht das normale Niveau an langfristiger Arbeitslosigkeit in einer Volkswirtschaft an. Die jährlichen Schwankungen sind dabei eng mit dem Auf und Ab im Konjunkturverlauf verknüpft. Darum werden diese Abweichungen der Arbeitslosenquote von der natürlichen Arbeitslosenquote als zyklische Arbeitslosigkeit bezeichnet.

Die Abweichungen ergeben sich vor allem durch strukturelle Faktoren, wie der Marktmacht der Unternehmen und institutionelle Faktoren am Arbeitsmarkt.

Weitere Auswirkungen auf die natürliche Arbeitslosenquote gehen beispielsweise mit den Ölpreisschocks einher. Somit steigt die natürliche Arbeitslosenquote und die natürliche Produktion sinkt. Bei der Betrachtung des Zusammenhangs von natürlicher Arbeitslosenquote und der Phillipskurve wird davon ausgegangen, dass es sich bei der natürlichen Arbeitslosenquote um die Arbeitslosenquote handelt, bei der sich tatsächliche und erwartete Inflation entsprechen.

Die Inflationsrate wird lediglich durch das nominale Wachstum der Geldmenge bestimmt. Die Arbeitslosenquote tendiere unabhängig von der Inflationsrate zur natürlichen Arbeitslosenquote hin. Die Nairu wird in der Literatur als diejenige Arbeitslosenquote interpretiert, die langfristig mit einer konstanten Inflationsrate einher geht.

Der Begriff der natürlichen Arbeitslosenquote ist umstritten. Die Bezeichnung meint jedoch, dass diese Art der Arbeitslosigkeit auch langfristig nicht von allein verschwindet. Phelps vorgeschlagen, konnte sich aber bisher nicht durchsetzen. Die Determinanten der natürlichen Arbeitslosenquote lassen sich nach Dauer und Häufigkeit der Arbeitslosigkeit eingrenzen. Einerseits hängt die Dauer der Arbeitslosigkeit von konjunkturellen Faktoren und andererseits von den folgenden strukturellen Merkmalen des Arbeitsmarktes ab:.

Eine Person gibt freiwillig eine Beschäftigung auf, um mehr Zeit zu haben einen neuen oder auch besseren Arbeitsplatz zu finden sogenannte Sucharbeitslosigkeit beziehungsweise friktionelle Arbeitslosigkeit. Sind die Stellen alle gleichwertig, so wird der Arbeitssuchende die erste Stelle annehmen, die ihm angeboten wird. Sind jedoch manche Stellen besser als andere, lohnt es sich weiter zu suchen und dafür auch eine Wartezeit in Kauf zu nehmen.

Hier kommt die Arbeitslosenunterstützung ins Spiel, je höher diese ist, desto wahrscheinlicher wird es sein, dass die Arbeitssuchenden länger nach einer besseren Arbeit suchen, beziehungsweise dass sie ihre derzeitige Arbeit aufgeben, um eine bessere Stelle zu finden. Bei konstanter Gesamtnachfrage wachsen bzw. Die wachsenden Unternehmen stellen mehr Arbeitskräfte ein, während die schrumpfenden Unternehmen Arbeitskräfte verlieren.

Die oben genannten Faktoren ändern sich jedoch im Zeitablauf, hinsichtlich ihrer Wichtigkeit. Die Arbeitsmarktstruktur kann sich ebenso wie die Zahl der Erwerbspersonen ändern. Auch die Variabilität der Arbeitsnachfrage verschiedener Unternehmen kann sich verschieben.